Sonntag: Unerzogen-Brunch Leipzig

Johanna, 28.06.2007

Denkt dran, am Sonntag, 10:00 ist wieder Unerzogen-Brunch in der Moritzbastei. Bitte möglichst vorher anmelden!

Ich freue mich auf euch!
Johanna

Einladung zum jährlichen BVNL-Sommercamp

Johanna, 25.06.2007

Einladung zum jährlichen Sommercamp der Initiative für selbstbestimmtes Lernen und des BVNL (Bundesverband Natürlich Lernen) vom 5.-12. August 2007

Diesmal in der Rhön – mittendrin in Deutschland, 60 km südlich von Eisenach, 90 km süd-westlich von Erfurt, 40 km östlich von Fulda und 80 km nördlich von Würzburg dürfte es für alle, ob aus Ost, Süd, West oder Nord in relativ erträglicher Zeit zu erreichen sein.

Das Dorf, in dem wir- Uwe, Silke, Fritzi und Rosa – wohnen und wohin wir Euch gerne einladen möchten, nennt sich Weimarschmieden und liegt im nördlichsten Zipfel Bayerns, an der thüringischen Grenze (und nach Hessen ist es auch nicht weit).

Auf Euch warten hier Wiesen zum Zelten an einem kleinem Bachlauf, sowie ein geschotterter Platz für Wohnmobile/Busse, Feuerstellen und das schönste – ein kleiner Privatsee mit Mini-insel zum Baden, Schwimmen, Bootfahren, 5 min zu Fuß. Ringsherum gibt es viel Wald, Magerwiesen mit Wildkräutern, Basaltsteine, ein Hochmoor – zusammengefasst unter dem Namen Biosphärenreservat Rhön.

Außerdem gibt es leckerstes Bio-Essen, gekocht oder roh – wird sich in Selbstorganisation finden – gekocht werden kann in unserer neuen Sommerküche(regenfest!).

An Kosten entstehen die Umlage der Lebensmittelkosten(vieles wird auch zu Großhandelspreisen bezogen werden können) sowie eine Pauschale für Wasser, Gas und Toilettenbenützung (in der dörflichen Gemeindetoilette) in unserem Haus in der alten Schule.

Dort steht uns auch – falls notwendig bei Regen – ein größerer Raum mit Kaminofen, das ehemalige Klassenzimmer, zur Verfügung.

Weitere sanitäre Einrichtungen: Komposttoilettte, Gartendusche
Angedacht sind: ein Lesezelt, ein größeres Planschbecken direkt bei den Zeltwiesen, sowie ein Abschlussfest mit Pizza /Kuchen aus dem Gemeinde-Holzbackofen, zudem wir gerne auch die EinwohnerInnen des Dorfes einladen würden, denn bei 60 Leuten im Ort werden wir als camp schon ganz schön präsent sein.

Hierfür suche ich noch Feuerspucker, Gauklerinnen, Seiltänzer oder ähnliches.
Kennt ihr jemand oder tut dies sogar selbst?

Eine genaue Wegbeschreibung und konkrete Preise gibt es im nächsten Rundbrief.
Beantwortung weiterer Fragen und natürlich gerne Zusagen und Anmeldungen (bis spätestens 22.7.07)
unter Telephon/fax, Uwe Harreck /Silke Ohlert 09778-748818 oder fl ur-theaterxx@xxweb.de (xx weglassen).

Wir freuen uns auf sonnendurchflutete und inspirierende Tage, und wenn ihr Ideen habt und Material dafür braucht, rührt Euch (es gibt z.B. auch einen kleinen Brennofen).

Herzlichst Silke

P.S: Wer schon früher anreisen möchte, kann in der Woche davor im Freilandmuseum Fladungen (7km entfernt) Theater mit und von mir sehen, sowie ein Lesenacht für Kinder miterleben, in der ich die mitgebrachten Lieblingsgeschichten der Kinder lesen werde. Das Museum an sich ist ebenfalls ein
lohnendes Ziel, zumal das Jahresmotto 2007 “Kindheit” heißt.

Wer mit der Unerzogen-Gruppe dort zusammen mitcampen will, melde sich bitte bei mir.

Gleichberechtigte Eltern-Kind-Beziehungen

Johanna, 25.06.2007

Von Patrick Schimpke

Die Arbeit “Gleichberechtigte Eltern-Kind-Beziehungen” ist jetzt veröffentlicht. Es ist eine wissenschaftliche Arbeit, die eine Vielzahl empirischer Studien (also Studien, die nicht nur argumentieren, sondern vor allem “Fakten” in der Realität sammeln) im Hinblick darauf zusammenträgt, welche Konsequenzen zu erwarten sind, wenn Kinder und Eltern gleichberechtigt zusammenleben.

Die Ergebnisse stellen eine kräftige und so bisher nicht dagewesene Unterstützung der Gleichberechtigung dar.

Der Text ist kostenfrei downloadbar auf dem Bielefelder Server für Online-Publikationen.

Neben dem Hauptteil, in dem 202 empirische Studien zusammengefasst werden, entwickelt der Text auch die Theorie der Gleichberechtigung in vielen Punkten weiter. Der/die Leser/-in erfährt außerdem einiges über relevante psychologische Mechanismen, über die “Natur” des Menschen im Hinblick auf Hierarchie, und manches mehr.

Die psychologische Diplomarbeit wird auch von “offizieller” Seite, also von den beiden Gutachtern, Prof. Dr. Rainer Dollase und Prof. Dr. Uwe Jopt (AE Entwicklung und Erziehung, Uni Bielefeld), als seriös und inhaltlich wertvoll eingestuft. Beide haben sie mit 1,0 bewertet, und Dollase schreibt, “sie könnte zu der aktuellen psychologischen und pädagogischen Debatte um die richtige Beziehung zum Nachwuchs eine Schlüsselrolle spielen”.

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Von Johanna

Ich bin mit dem Lesen noch nicht fertig, aber ich kann jetzt schon sagen: Sie ist spannend, interessant und gut geschrieben. Einige Kommentare aus der Mailingliste:

Hallo alle!
Ich möchte euch, nachdem ich die Arbeit von Patrick mit Begeisterung gelesen habe, allen wärmstens empfehlen, euch die über 170 Seiten mal zu Gemüte zu führen! Natürlich wissen wir alle, dass ein gleichberechtigter Umgang in der Familie das nonplustultra ist :D, aber es war doch mal interessant das Ganze wissenschaftlich fundiert zu bekommen. Außerdem hat man jetzt bei
Diskussionen mit Andersdenkenden was in der Hand ;o)
Viele Grüße und ein dickes Lob an Patrick
Steffi

Ich kann die Arbeit auch empfehlen. Für mich stellt sie unter anderem dar, dass
sogar ein mehr oder weniger Gleichberechtigung positive Auswirkungen hat. Also können sich Eltern an die Gleichberechtigung heranarbeiten.
Schönen Gruß
Stephan

2. Unerzogen-Brunch in Berlin

Johanna, 14.06.2007

Von Lisa & Sonja

Letzten Sonntag fand im Humboldthain das 2. Berliner Unerzogen-Picknick statt.

Der Ort war optimal, Bewegungsfreiheit für alle, und im Schatten der riesigen Bäume war es angenehm kühl.

Die 3 größeren Mädchen haben sich schnell zusammengefunden, Fangen, Bänderschwingen, Pferd+Wagen gespielt, und später ein Melonenbeet mitten auf der Wiese angelegt. Der Spielplatz nebenan war nur kurzzeitig interessant. Die beiden Ein-und-ein-paar-zerquetschte-Jährigen hatten ihren Spaß beim Plantschen in der von Lisa netterweise mitgeschleppten Wäschewanne und beim Herumlaufen zwischen den zahllosen “Deckenlagern” auf der weitläufigen Wiese, Beobachten des regen Treibens überall um uns herum und “Kontakte knüpfen” mit den nächst- (und auch etwas weiter entfernt) lagernden Großfamilien.

Wir Erwachsenen hatten angeregte Gespräche (fand ich jedenfalls ;) ), unterbrochen nur durch immer mal wieder entschwindende Kleinkinder, die aber alle wieder aufgetaucht sind. Auch wegen der sehr “intimen” Runde wurden allerdings weniger Grundsatzfragen zu “Unschooling-Themen” diskutiert, sondern viel mehr persönliche Erfahrungen ausgetauscht. Bereichernder als wohl jede Diskussion hätte sein können, waren aber die aus dem parallel stattfindenden “Feldversuch” gewonnenen Eindrücke (gerade für die “Anfänger” unter uns ;)): Die Kinder gingen vergnügt ihren Beschäftigungen nach, die uns Erwachsene natürlich auch oft mit einschlossen, allerdings ohne unsere Gespräche mutwillig zu unterbrechen, kleinere Meinungsverschiedenheiten lösten sich dank des sich Heraushaltens der Erwachsenen schnell in Wohlgefallen auf und es herrschte eine zutiefst entspannte und friedvolle Atmosphäre.

Auf dem Weg zur S-Bahn legten Mi. und A. auf den Weg Pfeile aus Stöckchen und ein rot-oranger Stoffelch mit biegsamen Beinen wechselte die Besitzerin. “Leiht ihr mir den oder schenkt ihr ihn mir?” – “Das ist ein Geschenk.”

Das nächste Treffen denken wir für Ende des Monats an, dann vielleicht eher in der Mitte/im Süden der Stadt? Vorschläge sind willkommen!

stoffelch.jpg

Unerzogen Magazin