Bundeswehr kooperiert jetzt mit Schulen in Rheinland-Pfalz

Johanna, 28.02.2010

“Mit der nun unterzeichneten Vereinbarung werden Bildungsministerium und Jugendoffiziere auch offiziell zu Partnern in der politischen Bildung. Neben regelmäßiger Kommunikation werden insbesondere Formen der gegenseitigen Unterstützung geregelt.”

“Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur baut die bereits seit Jahren enge Zusammenarbeit mit den Jugendoffizieren der Bundeswehr weiter aus. Dazu unterzeichneten die Bildungsstaatssekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Vera Reiß, und der Befehlshaber im Wehrbereich II, Generalmajor Gerhard Stelz heute eine Rahmenvereinbarung zwischen der Landesregierung und der Bundeswehr über den Einsatz von Jugendoffizieren in den Schulen,” heißt es auf dem Bildungsserver Rheinland-Pfalz über das Rahmenabkommen.

Kein Wunder, dass sie Homeschooling nicht zulassen wollen. Wäre ja dann auch zu kompliziert, in Sachen “wie gut die Bundeswehr doch ist”-Indoktrination, ständig Rahmenabkommen mit einzelnen Familien unterzeichnen zu müssen…

Via Anderslautern

Übernachten

Johanna, 26.02.2010

Vor ein paar Wochen übernachtete mein Sohn, 4, erstmalig bei seinem Freund (ebenfalls 4) – einfach so.

Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich meinte, so was müsste man anerziehen – die Bereitschaft, bei anderen alleine zu übernachten. Zwar dachte ich, ich hätte mit meiner Tochter einfach Glück gehabt, sie schaffte es ohne Probleme (oder wenigen) – ihre gleichaltrige Freundin schaffte es aber nicht. Es gab immer wieder und bis mindestens letztes Jahr noch (10 Jahre alt) Tränen und doll Heimweh, Überwindung, Überredung und so weiter, weil sie das ja lernen “muss”. Ihre Mutter, meine Freundin, mit der ich damals Babysitting austauschte, teilte meine Meinung, man müsse die Kinder in die Selbständigkeit erziehen. Sie waren zwar sanft und haben ihre Tochter soweit ich mich erinnere, nie gezwungen zu übernachten und auch notfalls abgeholt, aber sie versuchten durch Erziehung eben anderweitig, ihre Selbständigkeit gezielt zu stärken. Da gab es Sprüche – auch von mir – sie sei doch nicht mehr so klein, sie bräuchte doch nicht traurig sein und all so was.

Und neulich, da hat es mich einfach überrascht. Er hatte schon ein paar mal gesagt, dass er bei unseren Freunden übernachten wollte, aber wir hatten das so ein bisschen umgangen “Ach, du kannst doch morgen nochmal besuchen… ” etc. Wir dachten, wir müssen ihn dann eh mitten in der Nacht abholen – er schläft doch im Familienbett und würde uns bestimmt vermissen, manchmal wacht er auch nachts auf. Nee, er wollte da schlafen…

Ich sagte, na ja, er fragt das schon öfter, er scheint es echt ernst zu meinen. Vielleicht fängt es jetzt eben an. Wir sollten es einfach ausprobieren und einfach bereit sein, ihn abzuholen, falls es nicht klappt. Uns einfach darauf einstellen, damit wir uns nicht ärgern. Wir zeigten ihm noch, wo er schlafen würde – das Familienbett unserer befreundeten Familie würde um noch eine weitere Matratze erweitert werden, dies sei seine Decke und dies sein Kissen. Ich war so ungläubig, dass er wirklich verstand, was er da wollte, dass ich ständig fragte: “Willst du wirklich? Du bist dann hier ohne uns… verstehst du?” etc.

Bis er dann schon kooperierte und sagte “Ok, ich will doch nicht hier schlafen!” Uups, so war das nun auch wieder nicht gemeint. Dann sagte ich den anderen, ich hab jetzt keine Ahnung, ob er will oder nicht – machen wir die anderen Kinder erst mal Heimgehfertig und schauen dann, ob er mitwill oder nicht.

Er wollte nicht – und ich hab auch nichts zweifelndes mehr gesagt, sondern ihm eine Gute Nacht gewünscht, die er mir freudig zurückwünschte, um dann schleunigst weiter spielen zu gehen.

Zu Hause warteten wir dann schon auf den Anruf, um 22 oder 23 Uhr klingelte das Telefon – “Gleich muss einer losfahren…” Falsch gedacht – M. wollte mir nur mitteilen, dass sie jetzt alle schliefen und er nur wissen wolle, was er am besten machen sollte, falls mein Sohn aufwacht. WOW war ich schon erstaunt!

Hurra!

Und gestern war V., ein anderer Freund meines Sohnes, zu Besuch und wollte bei Abholung abends auch lieber übernachten statt heimgehen. Ich erzählte seinem Papa obige Geschichte, was ihm vielleicht Mut machte, es auszuprobieren. Mama war es nicht so recht, seinem Papa war es egal, und er meinte, es sei ja Vs Entscheidung, er würde sich drauf einstellen, ihn abzuholen.

Um kurz nach 22 Uhr erlaubte ich mir, Ms gemeinen Trick nachzumachen, und rief an mit der Gewissheit, er denkt jetzt bestimmt, er müsse V. abholen ;) hihi, ich lachte mir schon echt ins Fäustchen MUuuhhhhahaaaar

Er war genauso erstaunt, wie ich neulich, zu hören, dass sein Sohn einfach eingeschlafen war, und die Tipps zum nachts aufs Klo setzen waren perfekt. Ich setzte diese um etwa 0:00 in die Tat (wir waren eh noch wach, also hat es gar nicht gestört), legte mich kurz neben ihn und er schlief sogleich wieder ein.

Ein bisschen unsicher war ich bezüglich des Familienbetts. Alle Beteiligten Familien in obigem Bericht schlafen nämlich in einem solchen. Mir war klar, dass mein Sohn nicht in einem extra Zimmer mit Bett schlafen sollte, denn falls er aufwachte und niemand da wäre (was manchmal z.B. passiert, wenn wir noch nicht ins Bett gegangen sind, weil wir noch TV schauen oder so was), wäre das kein so tolles Erlebnis. Und ob er wohl in so einem Bett alleine einschlafen würde?

Aber irgendwie war es auch für meinen Sohn ganz selbstverständlich, bei der Familie zu schlafen, und mir jedenfalls sehr recht, da rechnete ich mir höhere Chancen aus, dass er nicht abgeholt werden müsste.

Und als V bei uns schlief, war es für ihn auch total selbstverständlich, dass er da schläft. Unsicher war ich mir bezüglich Körperkontakt. Mein Sohn kuschelt sich gerne mal an uns, zumindest wenn er zwischendrin aufgewacht ist, um wieder einzuschlafen. Beim Einschlafen brauchte V. offenbar keinen. Ich bot ihm meine Hand an, die er eher widerwillig nahm ;) und dann freundlich gezielt weglegte ;) Als er nachts aufgewacht war und ich ihn ins Bad trug, schaute er sich schon etwas um à la “Wo bin ich denn hier?”, sagte aber nichts. Ich dachte, wieder im Bett würde er vielleicht doch seine Eltern brauchen, wo er doch Familienbett und alles gewöhnt ist? Aber offenbar brauchte er das auch nicht, ich legte mich zur Sicherheit etwas neben ihn, er schlief aber nach nicht mal einer halben Minute schon. Meine Beine hatte ich als Angebot so quer platziert – der Oberköper recht weit entfernt von ihm – damit er seine Füße dran wärmen könnte oder so. Auf Nachfrage bei den Eltern am nächsten Tag sagten sie mir, er bräuchte generell kein Körperkontakt beim Einschlafen, höchstens mal die Füße, so wie beschrieben; also ein Treffer!

Eine neue Ära ist für uns angebrochen. Die Selbstverständlichkeit, mit der die beiden Kinder übernachteten und nichts dabei fanden, war irgendwie erfrischend. Verglichen mit meinen früheren Erlebnissen bezüglich Übernachten – was teilweise ein Riesenthema war – einfach eine Wohltat. Es ist so schön, wenn es sich bestätigt, worauf man vertraut hat, nämlich dass wenn die Zeit reif ist, er schon selbst solche Dinge lernt bzw. einfach macht oder ausprobieren will. Und ganz offensichtlich macht Familienbett NICHT abhängig von den Eltern geschweigedenn unselbständig. Zeit fürs Zugenrausstrecken. :P

.. wenn’s Konformin mal nicht mehr weiterhilft… gibt’s ja auch noch die Ritalinos

Johanna, 24.02.2010

(via AnnaBlume, zu: Endlich Konformin)

Super Mario II

Johanna, 20.02.2010

Schreibtisch aufgeräumt (endlich!)...
...so viel Platz gehabt…
“Kann ich dadrauf?”
“Wenn’s sein muss…”
“Hurra!”
4-jähriger Sohn sitzt auf dem Schreibtisch und lacht: “Endlich Platz!”
Nur mein Laptop sonst. “Wollen wir was basteln?”
“Ja, eine Ente”
Ich suche eine Entenbastelvorlage im Netz. Finde nur “Teich und Frösche”
“Na gut, dann machen wir Frösche.”
Wir basteln Frösche. Einen grünen. “Und jetzt einen roten. Dann hab ich einen grünen und einen roten, und die reden dann!” Ok.
Dann reden sie: “Hallo roter Frosch!”

(Seit ein paar Wochen schon ist sein neues Hobby “schneiden” – einfach so, ohne Formen nachzugehen. Ich sollte zwar bestimmte Dinge ausdrucken zum schneiden, aber er zerschnitt sie einfach. Ich dachte ja immer, da er nicht in den Kindergarten geht, würde er “nie schneiden lernen”, denn hier wird nicht einfach so gebastelt. Jetzt schnitt er wochenlang gerade aus und heute plötzlich fuhr er die Linien richtig nach. Und ziemlich gut, wie ich finde (siehe Froschkopf), für einen 4-jährigen.)

“Äh… Mama, und jetzt will ich einen Mario, und einen Luigi! Einen Mario mit dem roten Papier”
Ich stammele… “Äh… ich öh… äh wollte jetzt eigentlich nicht mehr basteln… weiß nicht, wie ein Mario geht” – “Aber nein, da guck doch im Computer!” Mist, durchschaut… Ich surfe. Und finde echt coole Bastelvorlagen! Download geht aber nicht. Aber diesen Mario und diesen Luigi haben wir dann doch noch (bei Toy-a-Day) gefunden.



Mama gebastelt (war zu kompliziert). Hat sogar Spaß gemacht. Kinder glücklich.

21 Monate alter Bruder will auch schneiden, kriegt’s aber nicht hin… mit der coolen Schere mit der Feder aber doch. Frosch zerschnitten! (Jetzt will er allerdings auch einen Luigi, der große Bruder will nämlich mit Luigi UND mit Mario spielen…)

Jetzt bauen sie mit der 10-jährigen Schwester einen Parcours für Mario und die Luigis (die Frösche spielen auch mit). Süß...

Unerzogen Magazin