Manchmal muss es nein sein

Johanna, 06.10.2006

Aber selbst dann geht das anders, respektvoll.

Oft werden Kinder, die mit einem “Nein” konfrontiert werden, damit alleine gelassen, nach dem Motto: “Da musst du jetzt durch”. Das muss nicht sein!

Auch wir brauchen manchmal Trost, wenn etwas einfach nicht geht – die Beförderung, die man sich erhofft hatte, die Bahn, die man nicht erwischt hat, die Gartenparty, die wegen Regen ins Wasser fällt.

Wenn ein nein wirklich nötig ist, spricht nichts dagegen, das Kind in seiner Enttäuschung zu verstehen und es entsprechend zu trösten. Manchmal wird nur eine Umarmung genügen, manchmal wird man sich vielleicht mehr Zeit nehmen müssen und es ablenken, genau wie man sich als Erwachsener auch oft ablenken muss.

Wir Erwachsenen haben schon einige Strategien gelernt, um mit natürlichen “neins” umzugehen – Kinder aber noch nicht. Wir sind da, um ihnen dabei zu helfen, eigene Strategien zu entwickeln.

1 Kommentar zu “Manchmal muss es nein sein”

Genauso ist es und wie man das liebevoll und respektvoll machen kann, beschreibt das Buch “Grenzen, Nähe, Respekt” von Jesper Juul auf eine wunderbare Art und Weise. Wunderbar, weil es sich auf sie Sicht des Kindes konzentiert :-)
Auch mit bewusster “Erziehung” kann man solche Situationen auflösen, ohne dass die Würde und die Integrität des Kindes verletzt wird.

Viele Grüße,
Michi

Einen Kommentar schreiben

* = Pflichtangabe

Unerzogen Magazin