Zahnarzt

Johanna, 07.02.2007

Heute waren wir beim Zahnarzt. Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter (7) vor ein paar Monaten Mal einen Termin hatte, den sie nicht wahrnehmen wollte. Ein bisschen in Panik ausgebrochen (“Oh nein, wenn sie jetzt immer die Zahnarzttermine verschieben lässt…”), ließen wir den Termin auf Wunsch um einen Monat verschieben. Dann ist sie aber auch hingegangen. Die Zahnärztin war laut Augenzeugenberichten super: respektvoll, hat meine Tochter ernst genommen, hat ihr alles erklärt und so weiter, genauso, wie wir uns das vorstellen (im Wir ist meine Tochter eingeschlossen).

Heute war noch Mal ein Termin, Fluorlack oder so. Hat furchtbar geschmeckt, aber sie hat es über sich ergehen lassen. Die Zahnarzthelferin meinte mitfühlend: “Schmeckt wohl nicht, wa? Sollte eigentlich nach Pfefferminz schmecken… hm. Da werd’ ich mich bei der Firma Mal beschweren, wenn das nicht so schmeckt!”

Auf dem Heimweg dann:

“Mama, die beschwert sich eh nicht bei der Firma…”
“Ja, sicher nicht…”
“Warum sagt die’s dann?”
“Tja… sie wollte eigentlich nur zeigen, dass sie es verstehen kann, dass es dir nicht schmeckt, und wollte dich wohl ein bisschen trösten…”
“Hm…”
“Die meisten Menschen wissen irgendwie nicht, dass man mit Kindern ganz normal reden kann, und denken, sie müssten den Kindern irgendwas erzählen… Anstatt einfach zu sagen, was stimmt. Sie glauben wohl, die Kinder würden das nicht verstehen. Aber eigentlich hat sie’s gut gemeint…”
(zustimmend) “Hm, ja.”

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